Text für die „Einleitung“
Stelle hier einmal den Text für die Einleitung der Broschüre herein:
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Forschen und Entwickeln, welchem wissenschaftlichen Feld Sie auch tätig sind, stellt eine eigene Welt mit ihrer eigenen Faszination und ihren eigenen inneren Gesetzmäßigkeiten, Überraschungen, Chancen, Enttäuschungen und Hoffnungen dar.
Dass Sie von Ihrer engagierten Arbeit auch leben müssen und gesichert leben wollen, ist ein selbstverständlicher Anspruch, den wir als Gewerkschaft vertreten.
Gute Arbeitsbedingungen für Forschung und Entwicklung sicher zu stellen, ist aber auch von großer wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Bedeutung. Mit der Lissabon-Strategie hat sich die Europäische Union das ehrgeizige Ziel gesetzt, zur ökonomisch und sozial dynamischsten Region in der Welt zu werden und als Motor auf diesem Weg den Stellenwert von Bildung, Forschung und Entwicklung nachhaltig zu steigern. In Österreich gibt es dafür noch sehr viel zu tun.
Dazu ist auch erforderlich, die Arbeits-, Forschungs- und Lebensbedingungen der in Forschung und Entwicklung Tätigen so zu gestalten, dass diese Arbeitsplätze so attraktiv sind, dass es vor allem die jungen und bestqualifizierten ForscherInnen nicht anderswohin zieht, wo die Chancen höher scheinen.
Forschung und Entwicklung findet nicht nur im Bereich der Universitäten, Hochschulen und Forschungsinstitute statt. In der wissensbasierten Gesellschaft durchdringen Forschung und Entwicklung praktisch alle Bereiche der Produktion, Dienstleistung und Verwaltung.
Umso wichtiger ist es, dass die Verträge, die den in diesen Bereichen Tätigen angeboten werden, fair, sicher und attraktiv sind.
Der vorliegende Leitfaden möchte vor allem jungen ForscherInnen, WissenschafterInnen und EntwicklerInnen ein Werkzeug liefern, angebotene Vertragsentwürfe kritisch prüfen, eigene Interessen und Ansprüche klarer formulieren und die zustehenden Rechte besser durchsetzen zu können. Denn mit Forschungsverträgen werden oft Weichen für die Karriere gestellt.
Auch Fach- und Führungskräfte, die für ihren Arbeitgeber Verträge mit jungen ForscherInnen konzipieren, können im Sinne verantwortungsvollen Managens von dieser Broschüre Nutzen ziehen.
Work@professional, die Interessengemeinschaft für Fach- und Führungskräfte in der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier, verknüpft mit diesem Leitfaden die Hoffnung, die Vertragskultur in den Bereichen Forschung und Entwicklung im Sinne der skizzierten gesellschaftlichen Herausforderungen und der individuellen Lebenschancen junger WissenschafterInnen positiv zu entwickeln.
Reiner Formalismus?
Ein Forschungsvertrag kommt zustande, wenn sich Ihr persönliches Interesse, auf Ihrem Fachgebiet Forschung zu betreiben, zum Beispiel um eine Dissertation zu schreiben, eine wissenschaftliche These weiter zu verfolgen, einer neuen Entdeckung nachzugehen, mit dem Interesse einer Firma, eines Universitätsinstituts, eines Projektteams decken oder damit zumindest zusammen passen.
Wir gehen im Folgenden den Fragen nach, was in einem solchen Vertrag stehen muss, stehen kann und besser nicht enthalten sein soll, wie unterschiedliche Vertragsformen auch Inhalte bestimmen, wo in besonders heiklen Vertragspunkten Fallen lauern können, wer Ihnen mit Hilfe und Rat beistehen kann und wie Sie auch im Konfliktfall zu Ihrem Recht kommen.
